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Die Langmatt nach 1906 mit der Bildergalerie

Villa Langmatt

Vom Familiensitz zum Kunstmuseum

Sidney William Brown, der technische Leiter der BBC, und seine Frau Jenny Brown-Sulzer bezogen die von Architekt Karl Moser im englischen Landhausstil erbaute Villa im Jahre 1901. Für die grosse Parkanlage mit Gewächshäusern, Badehaus und Tennisplatz wurde der Gartenarchitekt Otto Froebel beigezogen. Schon 1906 liessen sie für ihre mit Leidenschaft aufgebaute Kunstsammlung einen Galerietrakt bauen.
Dank des Vermächtnisses des 1987 verstorbenen John A. Brown, des letzten Vertreters der Familie und letzten Bewohners der Villa Langmatt, konnte 1990 das in eine gepflegte Parkanlage eingebettete Museum der „Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown“ eröffnet werden. Die Kunstsammlung von Jenny und Sidney Brown-Sulzer gilt als eine der bedeutendsten Privatsammlungen des französischen Impressionismus in Europa.
2024- 2026 erfolgte eine umfassende Sanierung und Anpassung an die Bedürfnisse des Museumsbetriebes sowie eine Erweiterung mit einem Pavillon.

Bemerkungen
Die Sanierung der Villa Langmatt ist bald beendet. Die Wiedereröffnung erfolgt 9./10. Mai 2026.
Diese Website wird im Moment überarbeitet.
Meilensteine

1900 - 1901, Bau der Villa Langmatt durch Curiel und Moser, Parkanlage von Otto Froebel, Zürich
1904 - 1906, Erweiterung durch eingeschossige Bildergalerie
1910, Gärtnerhaus südlich der Römerstrasse
1917, Umbau des Entrées durch Arthur Betschon
1923 - 1927, Innenumbau durch Robert Schmid Freiburg i Br.
1929 - 1930, Tennishaus und Tenniscourts durchMark Hottinger
1970, Verwalterhaus durch Kohler und Burkhard
1987, Tod von John A. Brown
1987 - 1990, Umbau in Museum, Beratung durch Architekt Cuno Brüllmann
2024 - 2026, Gesamtsanierung mit u.a. Entfernung Verwalterhaus, an seiner Stelle Pavillon

Quellen

Es besteht eine umfangreiche Literatur, Ausstellungskataloge etc. Auswahl:
Preiswerk-Lösel, Eva-Maria: Ein Haus für die Impressionisten. Hatje Canz 2001
Stegmann, Markus: Die magische Langmatt. Hatje Canz 2024
Engel, Christian: Von London via Winterthur und Oerlikon nach Baden - eine kurze Geschichte der Familie Brown. In: Badener Neujahrsblätter 2012

Vertiefungs- und Lernmaterial

Die Langmatt im Bau, November 1900. StaB Q.12.1.1173
Die Langmatt noch ohne Galerie, d.h. vor 1904. Archiv GTA

Bau und Nachbarschaft

Die Langmatt wurde als vierte der Gründervillen (Nach den Villen Boveri und Funk am Ländliweg und der Römerburg) erbaut. Insbesondere im Vergleich zu ihrer unmittelbaren Nachbarin Römerburg besticht sie durch einen zurückhaltenden Auftritt.

Mit Ausnahme der Villa Funk wurden alle Gründervillen in ganz unterschiedlichem Stil unter Leitung des aus Baden stammenden Architekten Karl Moser erstellt, Partner im international bekannte Karlsruher Architekturbüro Curijel und Moser. Die Gartenanlagen der Langmatt und der Römerburg stammen von Otto Fröbel.

Jenny und Sidney Brown mit ihren 3 Söhnen Harry, Sidney Hamlet und John (v.l.n.r.). Archiv Museum Langmatt
Gärtnerhaus mit Garage 1910 mit 2 Wohnungen - eine für den Gärtner, eine für den Chauffeur. StaB Q.01.21952d
Die 1904-06 erbaute Galerie um 1912/13, bevor sich die Ausrichtung der Bildersammlung änderte.
Sammlung von französischen Impressionisten 1934. Archiv Museum Langmatt
Die Anlagen der Villa Langmatt zur Zeit ihrer grössten Ausdehnung um 1930. Unter anderem mit Gärtnerhaus, Gemüse- und Fruchtgarten und grosser Tennisanlagen südlich der Römerstrasse.
Tennishaus 1930 des Badener Architekten Markus Hottinger.

Gepflegtes Landleben in der Industriestadt

Recht rasch wurde die Langmatt erweitert. Als Erstes entstand eine grosszügige Gemäldegalerie. Kurz darauf folgte mit dem Wohnhaus für den Gärtner und den Chauffeur der Schritt über die Römerstrasse. Deutlich später wurden dort weitere Tennisanlagen erstellt.

Weitgehend von der Bevölkerung abgeschirmt, entfaltete sich in der Langmatt über viele Jahrzehnte ein kulturelles Leben um bildende Kunst und mit bekannten Musikerinnen und Musikern.

Gemäldegalerie anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Museums Langmatt im Jahr 2020 mit Werken verschiedener Epochen.
Der Park ist für alle zugänglich und bietet einen gepflegten Rahmen für verschiedenste Anlässse

Vom Familiensitz zum Museum

Dank dem Vermächtnis des 1987 verstorbenen John A. Brown, des letzten Vertreters der Familie, konnte 1990 in seinem Elternhaus das Museum der 'Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown' eröffnet werden.

Was die Familie Brown in der Vor- und Zwischenkriegszeıt sammelte, war lange Zeit nur einem kleinen Kreis bekannt. Erst mit der Museumseröffnung 1990 wurde der Nachlass dem Publikum zugänglich gemacht Die bedeutende Gemäldesammlung umfasst bekannte Werke von Bonnard, Boudin, Cézanne, Degas, Gaugin, Monet, Pissarro, Renoir und Sisley. In diese eindrückliche lmpressionistensammlung integriert sind Mobiliar, Teppiche und Kunsthandwerk.

2024-2026 erfolgte eine umfassende Sanierung und Anpassung an die Bedürfnisse des Museumsbetriebes sowie eine Erweiterung mit einem Pavillon durch die Architekten Ernst Niklaus Fausch Partner.

Haus und Park zeigen heute auch Gegenwartskunst und werden für vielfältige Anlässe genutzt