Eisenbahnbrücke Wettingen - Baden
Der Zug wechselt die Limmatseite wieder
Auf einem Lehrgerüst neben der bestehenden dreigleisigen Brücke wurde die neue Eisenkonstruktion montiert und später zwischen die alten Widerlager eingeschoben. Das Verschieben von rund 1200 Tonnen Eisen bedeutete damals die grösste Brückenverschiebung der Schweiz.
1875, Beschluss einer neue Linienführung der Nordostbahn (über Wettingen statt dem linken Limmatufer entlang) und Bau der Limmatbrücke Wettingen - Baden
1876, Bau des Bahnhofs Wettingen
1877, Eröffnung der Nationalbahnlinie Winterthur – Wettingen – Lenzburg – Zofingen und Baden – Wettingen – Otelfingen – Niederglatt
1922, Ersatz der Fachwerkträger der unteren Limmatbrücke
Erste Brücke von 1877
Engmaschiger Gitterfachwerkträger mit obenliegender Fahrbahn, abgesetzt auf zwei Widerlagern und Zwei Granitpfeilern, dreigleisig. Länge 133.40 m, Spannweite 41.20 m – 51.00 m – 41.20 m, Höhe Fahrbahn (Mittelwasser) 33.00 m, Gewicht 660 t. Baukosten 660‘000 Franken. Ausführung durch die AG für Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie ‘Union‘ Dortmund.
Zweite Brücke von 1922
Schrittweiser Einbau von drei einspurigen, genieteten Fachwerkträgern mit einfachem Strebenzug und separatem Fussgängersteg, abgesetzt auf die bestehenden Widerlager und Pfeiler. Gewicht 3×390 t = 1170 t. Ausführung durch die Firmen Wartmann, Vallette und Cie, Brugg; Buss AG, Basel / Pratteln; Löhle und Kern AG, Zürich und Conrad Zschokke AG, Döttingen.
Lärm, Fussgänger und Velofahrende
Schon an der ersten Brücke war ein recht schmaler Fussgängersteg angehängt, der für die zweite Brücke übernommen wurde. Vor einigen Jahren wurde er verbreitert, um eine gemeinsame Nutzung mit Velos zu erlauben.
Wegen des starken Lärms wurde ein Ersatz der Brücke von 1922 mit einer Betonbrücke diskutiert. Mit Massnahmen wie eine elastische Lagerung der Geleise konnte die Lärmbelastung aber deutlich reduziert werden. Die Pfeiler von 1877 werden weiterhin genutzt.