Villa Langmatt
Vom Familiensitz zum Kunstmuseum
Dank des Vermächtnisses des 1987 verstorbenen John A. Brown, des letzten Vertreters der Familie und letzten Bewohners der Villa Langmatt, konnte 1990 das in eine gepflegte Parkanlage eingebettete Museum der „Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown“ eröffnet werden. Die Kunstsammlung von Jenny und Sidney Brown-Sulzer gilt als eine der bedeutendsten Privatsammlungen des französischen Impressionismus in Europa.
2024- 2026 erfolgte eine umfassende Sanierung und Anpassung an die Bedürfnisse des Museumsbetriebes sowie eine Erweiterung mit einem Pavillon.
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1900 - 1901, Bau der Villa Langmatt durch Curiel und Moser, Parkanlage von Otto Froebel, Zürich
1904 - 1906, Erweiterung durch eingeschossige Bildergalerie
1910, Gärtnerhaus südlich der Römerstrasse
1917, Umbau des Entrées durch Arthur Betschon
1923 - 1927, Innenumbau durch Robert Schmid Freiburg i Br.
1929 - 1930, Tennishaus und Tenniscourts durchMark Hottinger
1970, Verwalterhaus durch Kohler und Burkhard
1987, Tod von John A. Brown
1987 - 1990, Umbau in Museum, Beratung durch Architekt Cuno Brüllmann
2024 - 2026, Gesamtsanierung mit u.a. Entfernung Verwalterhaus, an seiner Stelle Pavillon
Es besteht eine umfangreiche Literatur, Ausstellungskataloge etc. Auswahl:
Preiswerk-Lösel, Eva-Maria: Ein Haus für die Impressionisten. Hatje Canz 2001
Stegmann, Markus: Die magische Langmatt. Hatje Canz 2024
Engel, Christian: Von London via Winterthur und Oerlikon nach Baden - eine kurze Geschichte der Familie Brown. In: Badener Neujahrsblätter 2012
Bau und Nachbarschaft
Die Langmatt wurde als vierte der Gründervillen (Nach den Villen Boveri und Funk am Ländliweg und der Römerburg) erbaut. Insbesondere im Vergleich zu ihrer unmittelbaren Nachbarin Römerburg besticht sie durch einen zurückhaltenden Auftritt.
Mit Ausnahme der Villa Funk wurden alle Gründervillen in ganz unterschiedlichem Stil unter Leitung des aus Baden stammenden Architekten Karl Moser erstellt, Partner im international bekannte Karlsruher Architekturbüro Curijel und Moser. Die Gartenanlagen der Langmatt und der Römerburg stammen von Otto Fröbel.
Gepflegtes Landleben in der Industriestadt
Recht rasch wurde die Langmatt erweitert. Als Erstes entstand eine grosszügige Gemäldegalerie. Kurz darauf folgte mit dem Wohnhaus für den Gärtner und den Chauffeur der Schritt über die Römerstrasse. Deutlich später wurden dort weitere Tennisanlagen erstellt.
Weitgehend von der Bevölkerung abgeschirmt, entfaltete sich in der Langmatt über viele Jahrzehnte ein kulturelles Leben um bildende Kunst und mit bekannten Musikerinnen und Musikern.
Vom Familiensitz zum Museum
Dank dem Vermächtnis des 1987 verstorbenen John A. Brown, des letzten Vertreters der Familie, konnte 1990 in seinem Elternhaus das Museum der 'Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown' eröffnet werden.
Was die Familie Brown in der Vor- und Zwischenkriegszeıt sammelte, war lange Zeit nur einem kleinen Kreis bekannt. Erst mit der Museumseröffnung 1990 wurde der Nachlass dem Publikum zugänglich gemacht Die bedeutende Gemäldesammlung umfasst bekannte Werke von Bonnard, Boudin, Cézanne, Degas, Gaugin, Monet, Pissarro, Renoir und Sisley. In diese eindrückliche lmpressionistensammlung integriert sind Mobiliar, Teppiche und Kunsthandwerk.
2024-2026 erfolgte eine umfassende Sanierung und Anpassung an die Bedürfnisse des Museumsbetriebes sowie eine Erweiterung mit einem Pavillon durch die Architekten Ernst Niklaus Fausch Partner.
Haus und Park zeigen heute auch Gegenwartskunst und werden für vielfältige Anlässe genutzt